Trendwende bei Brustvergrößerungen
März 29, 2010
Es war nur eine Frage der Zeit. In den USA zeichnet sich in der Schönheitschirurgie einen neuen Trend zum downsizing ab. Immer mehr Brust-OPs werden mit kleineren Silikonkissen durchgeführt. Ausserdem werden immer häufiger Kissen für Brustvergrößerungen nachgefragt, die eine natürliche Birnenform besitzen.
Einige Beobachter machen die Wirtschaftskrise dafür verantwortlich. Während plastische Chirurgie erst den Reichen und Berühmten vorenthalten war, wurden in der letzten Dekade mit dem Aufkommen von Botox und Faltenunterspritzungen viele Behandlungen auch für den gehobenen Mittelstand erschwinglich. Zudem wird es immer wichtiger, jugendlich und gesund zu bleiben, um auf dem immer härteren Arbeitsmarkt gegen jüngere und damit auch preiswertere Kollegen zu bestehen.
Prinzipiell scheint in der Schönheits-Chirurgie die Zeit der Exzesse vorbei zu sein. Diverse Stars und Sternchen wurden in letzter Zeit öffentlich ihrer chirurgischen Veränderungen wegen verspottet. Nicole Kidman müsse sogar schon wegen ihres «gefrorenen Botox-Ausdrucks» auf diverse Filmrollen verzichten. Und Bilder von Carla Bruni unnatürlich aufgespritzen Wangen konnte man in letzer Zeit genügend in den einschlägigen Klatschspalten sehen.
Michael Hall, Besitzer eine chirurgische Praxis im hochplastifizierten Miami Beach sagte im “Observer”, dass die Zeit der Exzesse vorbei sei. Dies bestätigt ein zweiter Schönheitsarzt, diesmal Richard Baxter aus Washington: «Vor der Rezession wollten zwei Drittel meiner Patientinnen grosse Brustimplantate. Seit der Wirtschaftskrise will mehr als die Hälfte bloss noch Körbchengrösse B.»