Gefährliche Brustimplantate müssen aus dem Körper entfernt werden
Januar 24, 2012
Vor einigen Wochen konnte man einen unglaublichen Skandal um Silikon Brustimplantate verfolgen, die aus gesundheitsgefährdendem Füllmaterial hergestellt wurden. Die Firma, die die Brustimplantate statt mit medizinisch einwandfreiem Silikon füllte, soll die Implantate aus billigerem Industrie-Silikon hergestellt haben, das unter anderem auch zum Füllen von Matratzen genutzt wird. Der Hersteller Poly Implant Prothèses (PIP) der giftigen Implantate setzt Frauen mit diesen Silikonkissen schwere körperliche Gefahren aus. Die Implantate können platzen und das freiwerdende Silikon Krebs auslösen. Experten und Ärzte raten betroffene Frauen daher Implantate der Firma PIP auswechseln zu lassen.
Wie groß der Schaden ist zeigt die Menge an gesundheitsschädlichen Implantaten, die im Laufe der Jahre zur Brustvergrößerung eingesetzt worden sind. Für 300 000 Frauen in 65 Ländern sind die Silikonimplantate des französischen zu einem gefährlichen Gesundheitsrisiko geworden. Alleine 16.000 deutschen Frauen wurden seit 2001 Silikonkissen von PIP eingesetzt. Neben der körperlichen Belastung bedeutete das auch weitere Kosten für die betroffenen Frauen. Nur die Herausnahme der Implantate kostet etwa 1000 Euro. In Frankreich zahlen die Krankenkassen, hierzulande wird von Fall zu Fall entschieden.
Bei Bild.de online kann man Fotos von entnommenen Implantaten sehen, die mehr als abschrecken. Jede Frau wird sich bestimmt zweimal überlegen, ob das Risiko einer preiswerten Brustvergrößerung eingehen möchte.
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